
Schön,
dass Sie bei
uns
vorbeischauen.
Das Motto unserer Gemeinschaft
Gut, dass wir einander haben,
gut, dass wir einander sehn,
Sorgen, Freuden, Kräfte teilen
und auf einem Wege gehn.
Gut, dass wir nicht uns nur haben,
dass der Kreis sich niemals schließt
und dass Gott, von dem wir reden,
hier in unsrer Mitte ist.
Manfred Siebald
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13. Begegnung – Die Himmelfahrt
Ort: Nähe Bethanien, am Ölberg
Zeit: 40 Tage nach Ostern
Text: Apostelgeschichte 1,3–12 + Lukas 24,50-51+Lukas 24,49
Die Jünger stehen mit Jesus auf dem Ölberg.
Der Ort ist vertraut – hier hat er oft gebetet.
Hier hat er geweint.
Hier hat er gerungen.
Und nun wird dieser Ort zum Übergang.
Jesus spricht noch einmal vom Reich Gottes.
Nicht politisch, nicht militärisch, sondern geistlich.
Er verheißt den Heiligen Geist.
Ihr aber bleibt in der Stadt Jerusalem, bis ihr angetan werdet mit Kraft aus der Höhe!
Er sagt ihnen, dass sie Zeugen sein werden – in Jerusalem, Judäa, Samaria und bis an die Enden der Erde.
Dann geschieht es:
Er wird emporgehoben.
Nicht entrissen, nicht verschwunden, sondern aufgenommen.
Die Jünger schauen ihm nach, bis eine Wolke ihn verbirgt.
Zwei Männer in weißen Kleider stehen plötzlich bei ihnen und sagen:
„Was steht ihr da und schaut zum Himmel?“
Und sprachen: Ihr Männer von
Galiläa, was steht ihr hier und seht zum Himmel?
Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist,
wird in derselben Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt in den Himmel auffahren sehen!
Ein liebevoller Anstoß:
Die Geschichte geht weiter.
Nicht im Himmel, sondern auf Erden.
Nicht ohne Jesus, sondern in seiner Kraft.
Die Himmelfahrt ist kein Abschied, sondern ein Übergang:
Vom Sehen zum Glauben.
Vom Begleitet werden zum Gesandt sein.
Von der Nähe Jesu zur Nähe des Geistes.
Die irdische Geschichte von Jesus kommt hier zu ihrem Abschluss.
Doch die Geschichte Gottes geht weiter.


Zusammenfassung aller 14 Begegnungen –
„Er begegnet uns“
Die 40 Tage nach Ostern sind ein Weg voller Begegnungen.
Nicht linear, nicht geordnet, sondern wie ein Mosaik aus Momenten,
in denen der Auferstandene Menschen findet — genau dort, wo sie stehen.
1. Maria im Garten – die Tränen werden gerufen
Maria sucht einen Toten und findet den Lebenden.
Er spricht ihren Namen —
und die Welt wird neu.
2. Die Frauen am Grab – der Auftrag beginnt bei den Überraschten
Sie erschrecken, sie staunen, sie laufen.
Die ersten Zeuginnen tragen die erste Osterbotschaft.
3. Die Emmausjünger – der Weg wird zum Tisch
Zwei Enttäuschte gehen heimwärts.
Jesus geht mit, erklärt, bricht das Brot
— und ihre Herzen brennen.
4. Die Jünger im Haus – Frieden in der Angst
Hinter verschlossenen Türen spricht er:
„Friede sei mit euch.“
Angst wird nicht verurteilt, sondern verwandelt.
5. Thomas – der Zweifel wird berührt
Thomas darf sehen, darf fühlen, darf fragen.
Jesus nimmt ihn ernst — und führt ihn zum Bekenntnis.
6. Am See: Die Nacht der Leere
Die Jünger fischen vergeblich.
Jesus füllt ihre Netze und ihre Hoffnung.
7. Das Mahl am Kohlenfeuer – die stille Nähe
Er hat schon Fisch und Brot
— und bittet doch um ihre Fische.
Gemeinschaft entsteht, indem beide etwas einbringen.
8. Petrus – „Weide meine Schafe“
Dreimal fragt Jesus nach der Liebe.
Dreimal schenkt er einen Auftrag.
Versagen wird zur Berufung.
9. Petrus und Johannes – der eigene Weg
Petrus vergleicht sich.
Jesus sagt:
„Was geht es dich an? Folge du mir.“
Nachfolge ist persönlich, nicht konkurrierend.
10. Die vielen anderen Dinge – der offene Horizont
Johannes endet nicht mit einem Punkt,
sondern mit einem Fenster.
Jesu Geschichte geht weiter — über die Seiten hinaus.
11. Der Berg in Galiläa – die Sendung in die Welt
Anbetung und Zweifel stehen nebeneinander.
Jesus sendet — und verheißt seine Gegenwart.
12. Die 500 Brüder und Schwestern
– die große Gemeinschaft
Viele sehen ihn zugleich.
Die Auferstehung wird öffentlich, geteilt, bezeugt.
13. Jakobus – die stille Heilung
Der Bruder Jesu, einst skeptisch,
begegnet dem Auferstandenen.
Eine Beziehung wird geheilt, ein Leiter geboren.
14. Die Himmelfahrt – der Übergang
Jesus segnet, verheißt den Heiligen Geist und wird aufgenommen.
Die Jünger stehen da — nicht verlassen, sondern gesandt.
Der große Bogen
In all diesen Begegnungen zeigt sich ein Muster:
Jesus sucht die Menschen — nicht umgekehrt.
Er begegnet ihnen in ihrer jeweiligen Wirklichkeit:
in Trauer, Angst, Zweifel, Müdigkeit, Scham, Freude, Berufung.Er spricht Frieden, ruft beim Namen, öffnet Wege, heilt Herzen.
Und er sendet — immer wieder, immer neu.
Die 40 Tage sind kein Rückblick, sondern ein Aufbruch.
Ein Übergang vom Sehen zum Glauben,
vom Begleitet werden zum Gesandt sein,
vom Einzelnen zur Gemeinschaft.
Und die „vielen anderen Dinge“?
Sie geschehen weiter — heute, hier, in uns.

Apostelgeschichte 2,7-11
7 Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat; 8 aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. Und als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, weg vor ihren Augen. 10 Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. 11 Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht gen Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.

Abend-Gebet
Großer Gott und Vater,
ich liege hier in deiner Hut
und schlafe ganz mit Frieden.
Dem, der in deinen Armen ruht,
ist wahre Rast beschieden.
Du bist’s allein, Herr, der stets
wacht, zu helfen und zu stillen,
wenn mich die Schatten finsterer
Nacht mit jäher Angst erfüllen.
Dein starker Arm ist ausgestreckt,
dass Unheil mich verschone
und ich, was auch den Schlaf noch schreckt,
beschirmt und sicher wohne.
Du hast die Lider mir berührt.
Ich schlafe ohne Sorgen.
Der mich in diese Nacht geführt,
der leitet mich auch am morgen.
Amen
Jochen Klepper
Einfach zurücklehnen und genießen.
Mittwoch
Jesus,
Ein neuer Morgen.
Die Welt wirkt aus den Fugen,
Gewalt bricht hervor,
und die Nächte tragen ihre Schwere in mich hinein.
Doch mitten in all dem
rufst du mich ins Licht.
Lass mich nicht verzweifeln
an dem, was ich sehe.
Lass mich nicht fliehen
vor dem, was ist.
Lass mich bleiben –
wach,
gegenwärtig,
in dir verwurzelt.
Du bist da,
noch bevor ich Worte finde.
Du kennst meinen Weg,
noch bevor ich ihn gehe.
In einer Welt, die zerbricht,
bist du die Hoffnung, die nicht bricht.
Kein Traum,
keine Flucht,
sondern ein stiller Grund,
auf dem ich stehen kann.
Du machst alles neu –
nicht laut,
nicht mit Macht,
sondern wie Licht,
das langsam den Horizont öffnet.
Wie Kraft,
die täglich neu wächst
für die, die auf dich warten.
Lass mich heute
ein leiser Funke dieser Hoffnung sein,
dort, wo Dunkelheit wohnt.
Segne mich,
und lass mich ein Segen werden.
Amen.
Abendgebet – weltumspannend, wachsam, hoffnungstragend
Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist,
der Tag sinkt,
und ich lege mein kleines Leben
in deine großen Hände.
Ich danke dir
für das Gute, das heute aufgeleuchtet ist:
für jedes Wort, das getragen hat,
für jeden Schritt, der gelungen ist,
für jedes Licht, das stärker war als die Müdigkeit.
Doch heute Abend schaue ich weiter.
Ich bringe dir die Welt,
so wie sie ist –
zerrissen, suchend,
voller Angst und voller Sehnsucht.
Ich bringe dir die Kriege,
die nicht enden wollen.
Die Städte, die in Trümmern liegen.
Die Kinder, die keine Kindheit haben.
Die Menschen, die fliehen,
weil Gewalt ihnen die Heimat nimmt.
Ich bringe dir die Länder,
in denen die Freiheit bröckelt,
in denen Wahrheit verdreht wird,
in denen Macht über Menschen gestellt wird.
Ich bringe dir die Erde selbst,
die seufzt unter dem,
was wir ihr antun.
Und ich bringe dir die Zeichen der Zeit,
dass uns wachrütteln:
die wachsende Kälte zwischen Menschen,
die Verrohung der Worte,
die Angst, die sich ausbreitet,
die Ungerechtigkeit, die lauter wird.
Lass mich nicht blind sein
für das, was geschieht.
Lass mich nicht taub werden
für den Ruf der Leidenden.
Lass mich nicht müde werden
im Hoffen und im Beten.
Schenke deiner Welt Frieden,
deinen Völkern Gerechtigkeit,
deiner Kirche Klarheit und Mut,
und uns allen ein Herz,
das unterscheiden kann,
was von dir ist
und was nicht.
Segne meinen Schlaf
und die Nacht, die vor mir liegt.
Halte Wache über mir
und über dieser Welt,
die dir gehört.
Und wenn der neue Tag kommt,
wecke mich mit deinem Licht,
Im Licht deiner Himmelfahrt,
die wir morgen feiern
damit ich ein Mensch bleibe,
der in deiner Hoffnung lebt,
und Hoffnung weiter geben kann.
Amen.
Mittwoch, 13.05.2026
In Gottes Hand ist die Seele von allem, was lebt.
Hiob 12,10
© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
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