Schön,

                   dass Sie bei

                   uns

                   vorbeischauen.

Das Motto unserer Gemeinschaft

 

Gut, dass wir einander haben,

gut, dass wir einander sehn,

Sorgen, Freuden, Kräfte teilen

und auf einem Wege gehn.

Gut, dass wir nicht uns nur haben,

dass der Kreis sich niemals schließt

und dass Gott, von dem wir reden,

hier in unsrer Mitte ist.

Manfred Siebald

 

Wer mehr erfahren möchte ist herzlich Willkommen!

 

Unsere Website bietet....

 

Einen Überblick über das aktuelle Gemeinschaftsgeschehen

Veranstaltungen zum kommen, mitfeiern und miterleben

Gelegenheit zum verweilen, zuhören, nachdenken und entschleunigen

christliche Impulse zum kirchlichen Jahreslauf,

laufende Aktualisierung. 

 

 

Betrachtung zum Monatsspruch September 2026

 

Prediger 4,6 (HFA)

 

„Ich aber meine:

 

Besser nur eine Handvoll besitzen und Ruhe genießen,

 

als viel Besitz haben und alle Hände voll zu tun.

 

Denn im Grunde lohnt sich das ja nicht.

 

Es ist wie Haschen nach Wind.“

Dieser uralte Spruch aus dem Alten Testament

 

scheint auf den ersten Blick nicht mehr in unsere Zeit zu passen.

 

Unsere Gesellschaft ist auf Konsum ausgerichtet, Industrie und Wirtschaft auf Wachstum.

 

„Viel“ gilt als „noch zu wenig“, und Stagnation im Wirtschaftswachstum wird als Katastrophe empfunden.

 

In diesem Umfeld wirkt der biblische Satz fast wie ein Fremdkörper –

 

ja, geradezu kontraproduktiv.

 

Doch im Grunde zeigt sich immer deutlicher:

 

Das Streben nach Konsum und Wachstum ist ein überzogenes Verhalten

 

– ein Relikt aus einer vergangenen Epoche.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg, als alles in Trümmern lag,

 

war Wachstum notwendig.

 

Es gab zu wenig zum Leben, die Städte waren zerstört.

 

Ein rasanter Wiederaufbau begann,

 

und innerhalb von zwei Jahrzehnten waren die Spuren weitgehend beseitigt.

 

Jetzt wäre die Zeit der Entspannung gekommen.

 

Doch eine nicht mehr zu stoppende Werbeindustrie weckte Bedürfnisse,

 

die niemand hatte und niemand brauchte.

 

Unentwegt verkündet sie, wonach der Mensch zu streben habe.

 

Die Wirtschaft boomte – und wenn sie ins Stocken geriet,

wurden alle nervös.

 

Heute ist das Streben nach immer mehr und Wachstum um jeden Preis

 

ein Lauf ins Verderben.

 

Warum?

 

Es gibt von allem zu viel.

 

In Deutschland werden jährlich rund 10,8 bis 10,9 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen –

der größte Anteil in privaten Haushalten.

 

Das entspricht etwa 74,5 kg pro Person und Jahr.

 

Auch der Verpackungsmüll spielt dabei eine erhebliche Rolle.

 

Die wachstumsorientierte Wirtschaft behauptet,

 

Wachstum sichere Arbeitsplätze und Wohlstand.

 

Doch Industrie und Handel produzieren längst auf Halde,

 

weil auch hier viel zu viel vorhanden ist.

 

Studien zeigen, dass das Wachstum seit Jahrzehnten zurückgeht,

 

keine Arbeitsplätze mehr sichert und der Wohlstand ebenfalls nicht zu halten ist.

 

Wachstum macht das Leben nicht besser –

 

und schon gar nicht glücklicher.

 

Es ist „unwirtschaftlich“ geworden.

 

So wird der uralte Spruch aus Prediger 4,6

 

plötzlich wieder hochaktuell.

 

 

In Verbindung mit weiteren Worten der Bibel

 

wäre es an der Zeit umzudenken

 

– zuerst im privaten Bereich.

 

Weg von der Wachstumsorientierung,

 

hin zu Dankbarkeit und Zufriedenheit.

 

In Anlehnung an Lukas 9,25 (HFA):

 

„Was hat ein Mensch denn davon,

 

wenn ihm die ganze Welt zufällt,

 

er dabei aber sich selbst verliert

 

oder Schaden an seiner Seele nimmt?“

Betrachtung zum Wochenspruch

am 17.Sonntag nach Trinitatis

 

„Denn alles, was aus Gott geboren ist,

überwindet die Welt;

und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.“

                                                                                            1. Johannes 5,4

 

Dieser Vers aus dem 1. Johannesbrief ist ein Höhepunkt des ganzen Schreibens.

 

Er fordert uns nicht auf, die Welt zu überwinden,

 

sondern sagt uns etwas über unsere Identität:

 

Wer aus Gott geboren ist, hat bereits überwunden.

 

Nicht aus eigener Kraft,

 

nicht durch moralische Leistung,

 

sondern weil er eine neue Herkunft hat.

 

Diese Neugeburt schenkt eine neue Natur,

 

die stärker ist als alles, was uns bedrängen will.

 

Die Welt kann dieses neue Leben nicht verschlingen,

 

nicht brechen und nicht ersticken.

 

Das Überwinden ist deshalb nicht unser Werk,

 

sondern die Frucht dessen, was Gott in uns geschaffen hat.

 

Wenn Johannes von „der Welt“ spricht, meint er nicht die Schöpfung,

 

sondern das gottferne System, das sich gegen Christus stellt:

 

die Lüge statt der Wahrheit,

 

der Stolz statt der Demut,

 

die Selbstrettung statt der Gnade,

 

die Finsternis statt des Lichts. Diese Welt liegt „im Argen“,

 

unter dem Einfluss des Bösen.

 

Überwinden heißt deshalb:

 

nicht mehr von diesem System bestimmt werden.

 

Unser Glaube ist dabei nicht ein Gefühl, das kommt und geht,

 

sondern eine Bindung an Jesus.

 

Wir vertrauen auf seine Sohnschaft,

auf sein Kreuz,

auf seine Wahrheit und auf seine Herrschaft.

 

Der Glaube ist der Sieg, weil er uns mit dem Sieger verbindet.

 

Nicht der Glaube selbst siegt – Christus siegt.

 

Und der Glaube nimmt uns hinein in diesen Sieg.

 

Johannes beschreibt eine doppelte Bewegung:

 

Alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt –

das ist unsere Identität.

 

Und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat –

das ist die Geschichte, die hinter uns liegt.

 

Der Sieg ist also bereits geschehen und wirkt jetzt in uns.

 

Gerade in einer Zeit, in der die Welt laut,

 

aggressiv und verwirrend erscheint,

 

erinnert uns dieser Vers daran:

 

Die Welt ist nicht stärker als Christus.

 

Sie ist nicht stärker als die Neugeburt.

 

Sie ist nicht stärker als der Glaube.

 

Wir stehen nicht im Kampf, um zu siegen,

 

sondern im Kampf aus einem Sieg heraus.

 

Das schenkt Ruhe, Festigkeit und eine stille, unaufgeregte Kraft.

 

Dieser Vers passt zur geistlichen Wahrnehmung der Zeit:

 

Die Welt wird finsterer,

 

die Gemeinde wächst in der Stille,

 

der Sieg ist nicht sichtbar, aber real.

 

Die Überwinder sind nicht laut, sondern treu.

 

Die Welt mag toben – aber sie ist bereits überwunden.

                                               

                                        Amen

 

Unser Gott wandte

den Fluch

in einen Segen.

Nehemia 13,2

Herr, wir kommen zu Dir mit Herzen,

die schwer geworden sind

und doch nicht ohne Hoffnung.

Wir sehen unser Land, das Land, in dem wir leben,

arbeiten, lieben, hoffen und Verantwortung tragen.

 

Ein Land, das Du getragen hast,

durch Schuld und Krieg,

durch Wiederaufbau,

durch Jahrzehnte des Friedens

und des Segens.

 

Und jetzt sehen wir, wie vieles zerbricht.

 

Wie Menschen müde werden.

Wie Wahrheit verschwimmt.

Wie Verantwortung verloren geht.

Wie die Schwachen übersehen werden.

Wie die Alten vergessen werden.

Wie die Pflege erschöpft ist.

Wie die Politik sich im Kreis dreht.

Wie die Kirche ihre Stimme verloren hat.

 

Herr, wir tragen dies nicht aus Zorn,

sondern aus Liebe.

 

Wir tragen es nicht aus Überheblichkeit,

sondern aus Sorge.

 

Wir tragen es nicht aus Angst,

sondern aus Sehnsucht.

 

Darum bitten wir Dich:

 

Gib unserem Land wieder ein Herz,

das Dich sucht.

 

Gib uns Klarheit, wo wir verwirrt sind.

Gib uns Demut, wo wir uns selbst erhöhen.

Gib uns Wahrheit, wo wir uns verlieren.

Gib uns Mut, wo wir resignieren.

Gib uns Liebe, wo wir hart geworden sind.

 

Herr, wir legen Deutschland in Deine Hände.

Nicht als politisches Projekt,

sondern als Volk, das Du kennst.

Als Menschen, die Du liebst.

Als Geschichte, die Du geführt hast.

 

Als Zukunft, die Du noch schreiben kannst.

Und wir legen auch uns selbst in Deine Hände.

Unsere Müdigkeit.

Unsere Sorge.

Unsere Sehnsucht.

Unseren Blick auf dieses Land.

 

Unsere Herzen, die manchmal zu viel sehen

 und doch nicht wegsehen können.

 

Herr, halte uns fest.

Halte unser Land fest.

Halte uns alle fest.

Denn Du bist der Gott, der nicht loslässt.

Der ruft.

Der heilt.

Der erneuert.

Der trägt.

 

                                      Amen.

 

 

Samstagabend-Gebet

 

Großer Gott,

 

wir danken Dir, dass wir Dich, trotz deiner Größe,

 

Vater nennen dürfen.

 

Vielen Dank, für diesen ruhigen erholsamen Tag der sanft in die Nacht über geht.

 

Herr, in unserer hektischen Zeit bleibt oft so wenig Raum für die Familie.

 

Wir bitten dich: Schenke den Familien Zeiten der Gemeinschaft.

 

Momente, in denen sie miteinander reden, spielen, lachen

und den Alltag vergessen können.

 

Lass diese gemeinsamen Zeiten kostbar sein.

 

In einer Zeit, in der sich alte Werte auflösen

und durch Orientierungslosigkeit ersetzt werden.

 

Wir danken dir für die Großeltern, die mit ihrer Lebenserfahrung

und Liebe unsere Familien bereichern.

 

Wir bitten dich:

 

Stärke die Verbindung zwischen den Generationen.

 

Lass Jung und Alt voneinander lernen und einander wertschätzen.

 

Wir bitten dich:

 

Lass in dieser Orientierungslosen Zeit,

dein Wort ein Licht auf unserem Wege sein.

 

Lass den Glauben in unseren Familien lebendig bleiben.

 

Hilf Eltern, ihren Kindern von dir zu erzählen

und ihnen ein Vorbild im Glauben zu sein.

 

Mache unsere Familien zu Orten,

an denen deine Liebe erfahrbar wird.

 

Stärke unsere Glaubens-Gemeinschaft,

bleib bei uns mit Deinem Geist wo wir schwach zu werden drohen.

 

Danke für die Nacht die vor uns liegt, mit dem Wissen, Du umgibst uns mit dem Mantel deiner Liebe.

                                          Amen

Sonntagmorgen-Gebet

 

Jesus,

 

vielen Dank für den Sonntag,

dem ersten Tag einer neuen Woche,

die mit einem Ruhetag beginnt.

 

Morgen, dann beginnt wieder der gewohnte Rhythmus des Alltags,

mit all seiner Routine, mit Angst und Bangen vor dem,

was kommen mag.

 

Doch Du hast gesagt:

 

"Solange ihr in der Welt seid, habt ihr Angst."

 

Du brauchst keine starken Menschen,

die keine Angst kennen;

du selbst hast gesagt: "Mir ist angst."

 

Und doch bist du deinen Weg gegangen

und hast deine Angst in die Hände dessen gelegt,

der dich führte.

 

So hilf du mir, mich nicht gegen meine Angst zu wehren.

 

Sondern lehre mich, sie anzunehmen

und mich mitsamt meiner Angst dir anzuvertrauen.

 

Gib du mir Frieden.

Dann habe ich Kraft genug für meinen Weg,

Gelassenheit in der Unrast,

 

festen Grund unter den Füßen

und dein Ziel vor Augen.

 

Du hast gesagt:

 

"Das sage ich euch zum Trost: Fürchtet euch nicht; ich habe die Welt überwunden."

 

Klein will ich von der Welt denken

und groß von dir, mein Gott.

Segne diesen Tag.

 

                                             Amen

 

Samstag, 26.09.2026

Seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis zum andern und bis an die Enden der Erde.

Sacharja 9,10

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