
Schön,
dass Sie bei
uns
vorbeischauen.
Das Motto unserer Gemeinschaft
Gut, dass wir einander haben,
gut, dass wir einander sehn,
Sorgen, Freuden, Kräfte teilen
und auf einem Wege gehn.
Gut, dass wir nicht uns nur haben,
dass der Kreis sich niemals schließt
und dass Gott, von dem wir reden,
hier in unsrer Mitte ist.
Manfred Siebald
Wer mehr erfahren möchte ist herzlich Willkommen!
Aktuelle Veranstaltungen
Unsere Website bietet....
Einen Überblick über das aktuelle Gemeinschaftsgeschehen
Veranstaltungen zum kommen, mitfeiern und miterleben
Gelegenheit zum verweilen, zuhören, nachdenken und entschleunigen
christliche Impulse zum kirchlichen Jahreslauf,
laufende Aktualisierung.


Unser nächster Männertreff findet am Freitag,
den 18.September 2026
um 18:00 Uhr in der Sofienstrasse 14
in unserem Wintergarten statt.
Jeder der gerne bei guter Stimmung und gutem Essen
über Gott, Glauben und die Welt reden möchte
ist herzlich Willkommen.
Es gibt Fleischkäse direkt aus dem Backofen
dazu gibt es Brot, Salate und Getränke.
Einfach mal vorbei schauen.
Betrachtung zum Monatsspruch September 2026
Prediger 4,6 (HFA)
„Ich aber meine:
Besser nur eine Handvoll besitzen und Ruhe genießen,
als viel Besitz haben und alle Hände voll zu tun.
Denn im Grunde lohnt sich das ja nicht.
Es ist wie Haschen nach Wind.“
Dieser uralte Spruch aus dem Alten Testament
scheint auf den ersten Blick nicht mehr in unsere Zeit zu passen.
Unsere Gesellschaft ist auf Konsum ausgerichtet, Industrie und Wirtschaft auf Wachstum.
„Viel“ gilt als „noch zu wenig“, und Stagnation im Wirtschaftswachstum wird als Katastrophe empfunden.
In diesem Umfeld wirkt der biblische Satz fast wie ein Fremdkörper –
ja, geradezu kontraproduktiv.
Doch im Grunde zeigt sich immer deutlicher:
Das Streben nach Konsum und Wachstum ist ein überzogenes Verhalten
– ein Relikt aus einer vergangenen Epoche.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, als alles in Trümmern lag,
war Wachstum notwendig.
Es gab zu wenig zum Leben, die Städte waren zerstört.
Ein rasanter Wiederaufbau begann,
und innerhalb von zwei Jahrzehnten waren die Spuren weitgehend beseitigt.
Jetzt wäre die Zeit der Entspannung gekommen.
Doch eine nicht mehr zu stoppende Werbeindustrie weckte Bedürfnisse,
die niemand hatte und niemand brauchte.
Unentwegt verkündet sie, wonach der Mensch zu streben habe.
Die Wirtschaft boomte – und wenn sie ins Stocken geriet,
wurden alle nervös.
Heute ist das Streben nach immer mehr und Wachstum um jeden Preis
ein Lauf ins Verderben.
Warum?
Es gibt von allem zu viel.
In Deutschland werden jährlich rund 10,8 bis 10,9 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen –
der größte Anteil in privaten Haushalten.
Das entspricht etwa 74,5 kg pro Person und Jahr.
Auch der Verpackungsmüll spielt dabei eine erhebliche Rolle.
Die wachstumsorientierte Wirtschaft behauptet,
Wachstum sichere Arbeitsplätze und Wohlstand.
Doch Industrie und Handel produzieren längst auf Halde,
weil auch hier viel zu viel vorhanden ist.
Studien zeigen, dass das Wachstum seit Jahrzehnten zurückgeht,
keine Arbeitsplätze mehr sichert und der Wohlstand ebenfalls nicht zu halten ist.
Wachstum macht das Leben nicht besser –
und schon gar nicht glücklicher.
Es ist „unwirtschaftlich“ geworden.
So wird der uralte Spruch aus Prediger 4,6
plötzlich wieder hochaktuell.
In Verbindung mit weiteren Worten der Bibel
wäre es an der Zeit umzudenken
– zuerst im privaten Bereich.
Weg von der Wachstumsorientierung,
hin zu Dankbarkeit und Zufriedenheit.
In Anlehnung an Lukas 9,25 (HFA):
„Was hat ein Mensch denn davon,
wenn ihm die ganze Welt zufällt,
er dabei aber sich selbst verliert
oder Schaden an seiner Seele nimmt?“

15. Sonntag nach Trinitatis
Betrachtung zum Wochenspruch
„Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“
(1. Petrus 5,7)
„Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“
Das klingt gut.
Doch wem gilt diese Zusage?
Sie gilt allen Menschen,
die sich ausgebrannt fühlen, innerlich müde geworden, und unter dem Druck stehen,
Erwartungen erfüllen, funktionieren und stark bleiben müssen.
Und die Sorge: Wie lange halte ich das noch durch?
Genau zu solchen Menschen spricht Jesus.
Er sagt nicht: „Stell dich nicht so an. Reiß dich zusammen!
“ Er sagt auch nicht: „Du musst stärker werden!
“ Stattdessen lädt er ein: „Kommt her zu mir.
“ Bringt alles zu mir und legt eure Lasten ab.
Das ist eine Einladung.
Eine offene Tür.
Eine ausgestreckte Hand.
Jesus lädt uns ein, mit allem zu ihm zu kommen:
mit unseren Sorgen, unseren Fragen,
unseren Ängsten und auch mit dem, was uns belastet oder gefangen hält.
Bei ihm müssen wir nichts verbergen.
Vor ihm sollen wir nur ehrlich sein.
Sein persönlicher Ruf lautet: Komm zu Jesus!
Die Entscheidung, diesem Ruf zu folgen, ist der entscheidende Schritt.
Allerdings erfüllt Gott nicht jeden unserer Wünsche,
wohl aber alle seine Verheißungen.
Im Lukasevangelium (Lukas 22,35 ff.) erinnert Jesus seine Jünger daran,
dass sie auf ihren Wegen keinen Mangel erlitten hatten,
als er sie ohne Geldbeutel, Tasche und Schuhe ausgesandt hatte.
Später fordert er sie jedoch auf, nun „Vorsorge“ zu treffen.
Das wirkt zunächst widersprüchlich.
Ähnlich klingt es in Matthäus 6,25-34.
Dort fordert Jesus seine Zuhörer auf,
sich keine Sorgen um Nahrung, Kleidung oder den morgigen Tag zu machen:
„Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen:
Was werden wir essen?
Was werden wir trinken?
Womit werden wir uns kleiden?“
„Darum sorgt nicht für morgen;
denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen.
Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.“
Heißt das also:
völlig entspannt und sorglos in die Zukunft gehen?
In einer Zeit, in der vieles ins Wanken gerät,
erscheint das menschlich kaum möglich.
Sorge um Gesundheit, Arbeitsplatz, Rente, Gesundheitswesen,
Bildung und Pflege.
Das alles ist von Unsicherheit geprägt.
Hinzu kommen Sorgen um Kinder und Jugendliche, Drogen,
soziale Medien und viele andere Gefahren.
Selbst die lange selbstverständliche Friedenszeit
scheint brüchig geworden zu sein.
Wer Jesus ernst nimmt, bleibt dennoch ein Mensch
mit seinen Fragen, Ängsten und Unsicherheiten.
Der christliche Glaube macht uns nicht sorgenfrei.
Aber er gibt uns einen Ort,
an dem wir unsere Sorgen abladen dürfen.
Immer wieder zeigt sich im Leben von Christen:
Wer seine Sorgen Gott anvertraut, lebt leichter.
Das ist kein leerer Spruch,
auch wenn diese Wahrheit im Alltag manchmal unterzugehen droht.
Darum gilt die Einladung bis heute:
„Kommt her, sehet und schmecket, wie freundlich der Herr ist.“
Und deshalb gilt auch immer wieder neu:
„Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“
(1. Petrus 5,7)
Darauf dürfen wir vertrauen.
Unsere Sorgen sind nicht
immer sofort verschwunden,
doch wir müssen sie nicht alleine tragen.
Denn Gott geht mit uns durch die hellen und dunklen Tage unseres Lebens.
„Denn ich bin gewiss,
dass weder Tod noch Leben,
weder Engel noch Mächte noch Gewalten,
weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges
noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes,
die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“
(Römer 8,38-39)
Besonders hilfreich ist es, wenn man dabei nicht allein bleibt.
Eine lebendige Gemeinde kann tragen, ermutigen und daran erinnern,
dass Gottes Fürsorge auch durch Menschen erfahrbar wird.
Amen
Heute so aktuell wie 1945
Unser Gott wandte
den Fluch
in einen Segen.
Nehemia 13,2
Persönliche Gebetssprache für Herz und Deutschland
Herr, ich komme zu Dir mit einem Herzen,
das schwer ist und doch nicht ohne Hoffnung.
Ich sehe mein Land, das Land, in dem ich geboren wurde,
in dem ich gelacht, gearbeitet, geliebt, gehofft habe.
Ein Land, das Du getragen hast,
durch Schuld, durch Krieg,
durch Wiederaufbau,
durch Jahrzehnte des Friedens
und des Segens.
Und jetzt sehe ich, wie vieles zerbricht.
Wie Menschen müde werden.
Wie Wahrheit verschwimmt.
Wie Verantwortung verloren geht.
Wie die Schwachen übersehen werden.
Wie die Alten vergessen werden.
Wie die Pflege erschöpft ist.
Wie die Politik sich im Kreis dreht.
Wie die Kirche ihre Stimme verloren hat.
Herr, ich trage das nicht aus Zorn,
sondern aus Liebe.
Ich trage es nicht aus Überheblichkeit,
sondern aus Sorge.
Ich trage es nicht aus Angst,
sondern aus Sehnsucht.
Ich bitte Dich:
Gib meinem Land wieder ein Herz,
das Dich sucht.
Gib uns Klarheit, wo wir verwirrt sind.
Gib uns Demut, wo wir uns selbst erhöhen.
Gib uns Wahrheit, wo wir uns verlieren.
Gib uns Mut, wo wir resignieren.
Gib uns Liebe, wo wir hart geworden sind.
Herr, ich lege Deutschland in Deine Hände.
Nicht als politisches Projekt,
sondern als Volk, das Du kennst.
Als Menschen, die Du liebst.
Als Geschichte, die Du geführt hast.
Als Zukunft, die Du noch schreiben kannst.
Und ich lege auch mich selbst in Deine Hände.
Meine Müdigkeit.
Meine Sorge.
Meine Sehnsucht.
Mein Blick auf dieses Land.
Mein Herz, das manchmal zu viel sieht
und doch nicht wegsehen kann.
Herr, halte mich fest.
Halte mein Land fest.
Halte uns alle fest.
Denn Du bist der Gott, der nicht loslässt.
Der ruft.
Der heilt.
Der erneuert.
Der trägt.
Amen.

Gott und Vater,
manchmal bin ich unruhig in der Nacht.
Wenn die Gedanken lauter werden,
die Sorgen größer.
Hab Dank, dass du mir nahe bist.
Sprich Frieden in mein Herz.
Lass mich spüren:
Ich bin nicht allein.
Bewahre mich in dieser Nacht
und stärke mich für den kommenden Tag.
Amen


Jesus,
Ein neuer Morgen.
Die Welt wirkt aus den Fugen,
Gewalt bricht hervor,
und die Nächte tragen ihre Schwere in mich hinein.
Doch mitten in all dem
rufst du mich ins Licht.
Lass mich nicht verzweifeln
an dem, was ich sehe.
Lass mich nicht fliehen
vor dem, was ist.
Lass mich bleiben –
wach,
gegenwärtig,
in dir verwurzelt.
Du bist da,
noch bevor ich Worte finde.
Du kennst meinen Weg,
noch bevor ich ihn gehe.
In einer Welt, die zerbricht,
bist du die Hoffnung, die nicht bricht.
Kein Traum,
keine Flucht,
sondern ein fester Grund,
auf dem ich stehen kann.
Du machst alles neu –
nicht laut,
nicht mit Macht,
sondern wie Licht,
das langsam den Horizont öffnet.
Wie Kraft,
die täglich neu wächst
für die,
die auf dich warten.
Lass mich heute
ein leiser Funke dieser Hoffnung sein,
dort, wo Dunkelheit wohnt.
Segne mich,
und lass mich ein Segen für andere werden.
Amen.
Donnerstag, 17.09.2026
Führe mich aus dem Kerker, dass ich preise deinen Namen.
Psalm 142,8
© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
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