
Schön,
dass Sie bei
uns
vorbeischauen.
Das Motto unserer Gemeinschaft
Gut, dass wir einander haben,
gut, dass wir einander sehn,
Sorgen, Freuden, Kräfte teilen
und auf einem Wege gehn.
Gut, dass wir nicht uns nur haben,
dass der Kreis sich niemals schließt
und dass Gott, von dem wir reden,
hier in unsrer Mitte ist.
Manfred Siebald
Wer mehr erfahren möchte ist herzlich Willkommen!
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Veranstaltungen zum kommen, mitfeiern und miterleben
Gelegenheit zum verweilen, zuhören, nachdenken und entschleunigen
christliche Impulse zum kirchlichen Jahreslauf,
laufende Aktualisierung.



10. Begegnung – Auf einem Berg in Galiläa: Der Missionsauftrag
Ort: Ein Berg in Galiläa
Zeit: Vermutlich Mitte der 40 Tage
Text: Matthäus 28,16–20
Die Jünger steigen den Berg hinauf, den Jesus ihnen genannt hat.
Ein vertrauter Ort, und doch ist alles anders.
Sie sehen ihn – und einige fallen nieder, andere zweifeln noch.
Beides darf nebeneinander stehen: Anbetung und Unsicherheit.
Jesus weist keinen zurück.
Dann spricht er Worte, die größer sind als der Berg, größer als Galiläa, größer als die Zeit:
„Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden.“
Es ist kein Triumphschrei.
Es ist ein Zuspruch.
Ein Fundament, auf dem man stehen kann.
Und dann sendet er sie:
Geht hin.
Macht zu Jüngern.
Tauft.
Lehrt.
Nicht aus eigener Kraft, sondern getragen von seiner Gegenwart.
Denn der Auftrag endet mit einer Verheißung, die die ganze Kirche trägt:
„Ich bin bei euch alle Tage.“
Nicht: „Ich schaue zu.“
Nicht: „Ich warte auf euch.“
Sondern: „Ich bin da.“
Der Berg wird zum Ausgangspunkt einer Bewegung, die bis heute nicht zum Stillstand gekommen ist.
Eine Begegnung, die nicht nur sendet, sondern begleitet.
11. Begegnung – Mehr als 500 Brüder und Schwestern
Ort: Vermutlich Galiläa
Zeit: Innerhalb der 40 Tage
Text: 1. Korinther 15,6 + Matthäus 28,7+10
Paulus erwähnt sie nur kurz – und doch ist diese Begegnung gewaltig.
Matthäus deutet es ebenfalls an, jedoch in anderen Worten;
Geht hin, verkündet meinen Brüdern, dass sie hingehen nach Galiläa!
Und dort werden sie mich sehen.
Brüder sind mehr als Elf die Jesus ausdrücklich erwähnte.
Mehr als fünfhundert Menschen auf einmal sehen den Auferstandenen.
Kein kleiner Kreis, keine intime Szene, sondern ein, gemeinschaftliches Erleben.
Jedoch kein öffentlicher Auftritt mehr für die Allgemeinheit.
Vielleicht war es ein Gottesdienst, eine letzte Predigt unter freiem Himmel.
Vielleicht ein Moment, in dem die Hoffnung, die Erwartung aufkeimte, doch noch etwas greifbares zu erfahren das Ihrer Vorstellung entsprach.
Doch Nein. Und Paulus?
Paulus bezog sich auf das Ereignis als Grundlage, die Zweifler seiner Zeit, die Auferstehung durch Zeitzeugen zu belegen.
Sie können bezeugen, was sie gesehen haben.
Die Auferstehung ist kein verborgenes Geheimnis, sondern ein Ereignis, das Menschen in Scharen erfasst hat.
Diese Begegnung zeigt:
Der Glaube ist nicht nur persönlich, sondern gemeinschaftlich.
Die Auferstehung ist nicht nur für Einzelne, sondern für viele.
Jesus begegnet nicht nur im Stillen, sondern auch im Großen.
Es ist ein Vorgeschmack auf Pfingsten:
Ein Glaube, der Menschen zusammenführt.
Eine Hoffnung, die sich vervielfältigt.
Ein Christus, der mitten unter ihnen steht.
12. Begegnung – Jakobus
Ort: Nicht genannt
Zeit: Innerhalb der 40 Tage
Text: 1. Korinther 15,7
Nur ein Satz.
Nur ein Name.
Und doch eine der persönlichsten Begegnungen überhaupt.
Jesus erscheint Jakobus.
Jakobus, der Bruder Jesu.
Der Skeptiker.
Der, der während Jesu Wirken nicht an ihn glaubte.
Der, der später Leiter der Jerusalemer Urgemeinde wird.
Was mag in diesem Moment geschehen sein?
Zwei Brüder, die sich ansehen.
Der eine, der gestorben war und lebt.
Der andere, der zweifelte – und nun überwältigt ist.
Vielleicht war es ein stilles Gespräch.
Vielleicht Tränen.
Vielleicht ein Lachen, das aus Erleichterung kommt.
Vielleicht ein langer Blick, der mehr sagt als Worte.
Diese Begegnung zeigt:
Jesus begegnet auch denen, die gezweifelt haben.
Er ruft Menschen in Verantwortung, die vorher fernstanden.
Er heilt Beziehungen, die gebrochen waren.
Jakobus wird später ein Pfeiler der Gemeinde.
Und alles beginnt mit dieser stillen, persönlichen Begegnung.

13. Begegnung – Die Himmelfahrt
Ort: Nähe Bethanien, am Ölberg
Zeit: 40 Tage nach Ostern
Text: Apostelgeschichte 1,3–12 + Lukas 24,50-51+Lukas 24,49
Die Jünger stehen mit Jesus auf dem Ölberg.
Der Ort ist vertraut – hier hat er oft gebetet.
Hier hat er geweint.
Hier hat er gerungen.
Und nun wird dieser Ort zum Übergang.
Jesus spricht noch einmal vom Reich Gottes.
Nicht politisch, nicht militärisch, sondern geistlich.
Er verheißt den Heiligen Geist.
Ihr aber bleibt in der Stadt Jerusalem, bis ihr angetan werdet mit Kraft aus der Höhe!
Er sagt ihnen, dass sie Zeugen sein werden – in Jerusalem, Judäa, Samaria und bis an die Enden der Erde.
Dann geschieht es:
Er wird emporgehoben.
Nicht entrissen, nicht verschwunden, sondern aufgenommen.
Die Jünger schauen ihm nach, bis eine Wolke ihn verbirgt.
Zwei Männer in weißen Kleider stehen plötzlich bei ihnen und sagen:
„Was steht ihr da und schaut zum Himmel?“
Und sprachen: Ihr Männer von
Galiläa, was steht ihr hier und seht zum Himmel?
Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist,
wird in derselben Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt in den Himmel auffahren sehen!
Ein liebevoller Anstoß:
Die Geschichte geht weiter.
Nicht im Himmel, sondern auf Erden.
Nicht ohne Jesus, sondern in seiner Kraft.
Die Himmelfahrt ist kein Abschied, sondern ein Übergang:
Vom Sehen zum Glauben.
Vom Begleitet werden zum Gesandt sein.
Von der Nähe Jesu zur Nähe des Geistes.
Die irdische Geschichte von Jesus kommt hier zu ihrem Abschluss.
Doch die Geschichte Gottes geht weiter.


Zusammenfassung aller 14 Begegnungen –
„Er begegnet uns“
Die 40 Tage nach Ostern sind ein Weg voller Begegnungen.
Nicht linear, nicht geordnet, sondern wie ein Mosaik aus Momenten,
in denen der Auferstandene Menschen findet — genau dort, wo sie stehen.
1. Maria im Garten – die Tränen werden gerufen
Maria sucht einen Toten und findet den Lebenden.
Er spricht ihren Namen —
und die Welt wird neu.
2. Die Frauen am Grab – der Auftrag beginnt bei den Überraschten
Sie erschrecken, sie staunen, sie laufen.
Die ersten Zeuginnen tragen die erste Osterbotschaft.
3. Die Emmausjünger – der Weg wird zum Tisch
Zwei Enttäuschte gehen heimwärts.
Jesus geht mit, erklärt, bricht das Brot
— und ihre Herzen brennen.
4. Die Jünger im Haus – Frieden in der Angst
Hinter verschlossenen Türen spricht er:
„Friede sei mit euch.“
Angst wird nicht verurteilt, sondern verwandelt.
5. Thomas – der Zweifel wird berührt
Thomas darf sehen, darf fühlen, darf fragen.
Jesus nimmt ihn ernst — und führt ihn zum Bekenntnis.
6. Am See: Die Nacht der Leere
Die Jünger fischen vergeblich.
Jesus füllt ihre Netze und ihre Hoffnung.
7. Das Mahl am Kohlenfeuer – die stille Nähe
Er hat schon Fisch und Brot
— und bittet doch um ihre Fische.
Gemeinschaft entsteht, indem beide etwas einbringen.
8. Petrus – „Weide meine Schafe“
Dreimal fragt Jesus nach der Liebe.
Dreimal schenkt er einen Auftrag.
Versagen wird zur Berufung.
9. Petrus und Johannes – der eigene Weg
Petrus vergleicht sich.
Jesus sagt:
„Was geht es dich an? Folge du mir.“
Nachfolge ist persönlich, nicht konkurrierend.
10. Die vielen anderen Dinge – der offene Horizont
Johannes endet nicht mit einem Punkt,
sondern mit einem Fenster.
Jesu Geschichte geht weiter — über die Seiten hinaus.
11. Der Berg in Galiläa – die Sendung in die Welt
Anbetung und Zweifel stehen nebeneinander.
Jesus sendet — und verheißt seine Gegenwart.
12. Die 500 Brüder und Schwestern
– die große Gemeinschaft
Viele sehen ihn zugleich.
Die Auferstehung wird öffentlich, geteilt, bezeugt.
13. Jakobus – die stille Heilung
Der Bruder Jesu, einst skeptisch,
begegnet dem Auferstandenen.
Eine Beziehung wird geheilt, ein Leiter geboren.
14. Die Himmelfahrt – der Übergang
Jesus segnet, verheißt den Heiligen Geist und wird aufgenommen.
Die Jünger stehen da — nicht verlassen, sondern gesandt.
Der große Bogen
In all diesen Begegnungen zeigt sich ein Muster:
Jesus sucht die Menschen — nicht umgekehrt.
Er begegnet ihnen in ihrer jeweiligen Wirklichkeit:
in Trauer, Angst, Zweifel, Müdigkeit, Scham, Freude, Berufung.Er spricht Frieden, ruft beim Namen, öffnet Wege, heilt Herzen.
Und er sendet — immer wieder, immer neu.
Die 40 Tage sind kein Rückblick, sondern ein Aufbruch.
Ein Übergang vom Sehen zum Glauben,
vom Begleitet werden zum Gesandt sein,
vom Einzelnen zur Gemeinschaft.
Und die „vielen anderen Dinge“?
Sie geschehen weiter — heute, hier, in uns.


Freitagmorgen‑Gebet
Guten Morgen, Jesus.
Danke für die ruhige Nacht.
Da bin ich wieder –
noch den Schlaf in den Augen,
doch bereit für den Endspurt.
Es ist Freitagmorgen,
und der Silberstreif am Horizont der Arbeitswoche
ist schon zu erkennen.
Die letzte Runde dieser Woche wird eingeläutet,
und der Gedanke an das Wochenende
trägt mich ein Stück weit.
Danke für meine Arbeit,
für die Sicherheit in unsicheren Zeiten,
für Aufgaben, die mich fordern
und Menschen, mit denen ich unterwegs bin.
In einer Welt, die sich immer schneller dreht,
bist du mein Ruhepunkt,
mein Halt, mein Atem.
Danke für die Gewissheit,
dass ich in deiner Hand geborgen bin,
egal was kommen mag.
Dass du mich siehst,
mich führst,
mich hältst.
Mach mein Herz heute wach,
meine Augen aufmerksam,
meine Schritte fest.
Lass mich ein Zeugnis sein
für die Menschen, denen ich begegne –
nicht laut, nicht aufdringlich,
sondern durch das, was ich tue,
und durch das, was ich lasse.
Lass mich verbunden mit dir
durch diesen Tag gehen,
mit einem wachen Geist
und einem dankbaren Herzen.
Und schenke mir am Abend
den Frieden, den ich brauche.
Amen.
Einfach zurück lehnen, Durchatmen, Augen zu und zuhören
Freitag, 08.05.2026
Der HERR, unser Gott, verlasse uns nicht und ziehe die Hand nicht ab von uns.
1. Könige 8,57
© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
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